11.05.2017

Abenteuer Eifel: Wandern und Radfahren ohne Grenzen

Wege zwischen Deutschland, Belgien und Luxemburg

(rpt) Bizarre Felsformationen, malerische Täler, Auwälder und das Hochmoor Hohes Venn – die Eifel geizt nicht mit Naturschönheiten. Erleben kann man diese beim grenzenlosen Rad- und Wandervergnügen auf Wegen, die mal über deutsches, mal belgisches und dann wieder luxemburgisches Terr führen. Der Grenzfluss Our spielt dabei eine große Rolle: Denn die Our entspringt in den belgischen Ardennen und schlängelt sich bis in die Südeifel, wo sie in die Sauer mündet. Für Wanderer und Radfahrer ergeben sich immer wieder faszinierende Aussichten und vielfältige Möglichkeiten, die Landschaften grenzübergreifend zu erleben – ob beim Radfahren auf ehemaligen Bahntrassen oder wandernd.

Wandern inmitten von Europa
Am 21. Mai locken in Daleiden verschiedene geführte Wanderungen, eine Ranger-Erlebnisführung und ein historischer Spaziergang. Genau das Richtige, um in die Wandersaison zu starten. Erstmalig wird auch ein Wandermarathon angeboten für diejenigen, die es sportlich mögen. Der Marathon führt auf 42 Kilometern durch die Täler Our und Irsen.
Im  NaturWanderPark delux sind verschiedene Wege so angelegt, dass die Wanderer sich über die Landesgrenzen hinweg bewegen. Im Herzen Europas kann man zum Beispiel in Tintesmühlen starten: Für jedes der sechs Gründerländer des Vereinten Europa steht ein großer Steinblock in der Parkanlage des Europadenkmals. Das Ourtal wird nach Süden hin rasch enger, steiler und uriger. Tief hat sich der Fluss ins Rheinische Schiefergebirge gegraben. Da sind auch mal heftigere Aufstiege zu bewältigen, die jedoch mit fantastischen Ausblicken belohnt werden. Nahezu alpine Erlebnisse erwarten die Wanderer auf dem felsigen Grenzsteig entlang des Lätges-Berges von Vianden nach Falkenstein. Auf und ab geht es durch das Felsgestein und am Ende lädt der Ourtalstausee mit seiner Uferpromenade und den Ourstaden von Bivels zum erholsamen Flanieren ein.
Luxemburger Sandsteinfelsen prägen die Wandertour Felsenweg 2 im NaturWanderPark delux. Vom Bollendorfer Plateau hin zum luxemburgischen Berforter Plateau erleben die Wanderer ein kleines Abenteuer. Die Felskulissen bieten unzählige Szenerien und Färbungen. Seltene Kalktuffhöhlen, wie die Tränenlay, großartige Aussichten und klammartige Schluchten, mystische Felsenwege und Wurzelpfade, beeindruckende Felstürme und grenzenlose Flusspanoramen – die Natur selbst hat dies komponiert und beschert spektakuläre Aussichten.

Mit Anna Grenze und Wilma Rüber auf Schmuggler-Tour
Ein besonders Vergnügen bereiten die Schmuggler-Touren mit Anna Grenze und Wilma Rüber: die Bewohner in Deutschlands wildem Westen haben Ende der 40er Jahre genug von Muckefuck – sie wollen richtigen Kaffee und wagen den Weg über die grüne Grenze nach Belgien. Auf der sieben Kilometer langen Wanderung können die Besucher eintauchen in die Zeit des Schmuggels. Sie erfahren von den Sorgen und Nöten aber auch vom Mut und der List der Schmuggler und Grenzer.

Bahntrassenradeln zwischen Deutschland, Belgien und Luxemburg
Auch auf dem Rad lässt sich die Eifel wunderbar grenzenlos erleben. Als längster Bahntrassenradweg Europas verläuft die Vennbahn über 125 Kilometer zwischen Aachen und Troisvierges im Norden Luxemburgs. Abwechslung ist auf dieser Route garantiert, zum Beispiel durch das Monschauer Heckenland, das einmalige Hochmoor Hohes Venn oder das ursprüngliche Ourtal bis hin zu den Gärten von Troisvierges. Mehrmals wechselt der Radweg zwischen Deutschland, Belgien und Luxemburg.
Auch der Eifel-Ardennen-Radweg verläuft überwiegend auf ehemaligen Bahntrassen. Auf dem Weg von Prüm bis ins belgische St. Vith geht es durch das Tal des Alfbaches, wo der Biber seine Dämme baut. Ein 400 Meter langer Tunnel wird durchfahren und die Radler können malerische Täler am Grenzfluss Our  genießen. Einige Sehenswürdigkeiten laden zum Halt ein, so zum Beispiel in Bleialf das Besucherbergwerk der ehemaligen Bleigrube „Neue Hoffnung“.

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Kategorie: Eifel, Wandern, Radwandern, Natur

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