10.10.2017

Die geheimsten Geheimnisse im Ahrtal entdecken

Eine Entdeckungsreise führt unter Tage

(rpt) Das Ahrtal, direkt vor den Toren der Rheinstädte Bonn und Köln, bietet neben einer einzigartigen Weinkulturlandschaft und einem breiten Wanderwegenetz auch  historische Schauplätze, die es unter der Erde zu besichtigen gilt.

Regierungsbunker: Geheimste Geschichte hautnah erleben
Im Regierungsbunker gehen Besucher auf eine spannende Entdeckungsreise in die Zeit des Kalten Krieges und des Ost-West-Konflikts. Ab 1962 wurde das geheimste Bauwerk in der Geschichte der Bundesrepublik in 25 Kilometer Entfernung von der damaligen Bundeshauptstadt Bonn in die Weinberge oberhalb von Ahrweiler hinein gebaut. Fast zehn Jahre später war die Bunkeranlage 1971 auf 17,3 Kilometer Länge gewachsen und umfasste 936 Schlaf- sowie 897 Büroräume. Hinter atombombensicheren Toren lagen beispielsweise die Kommunikations-Schaltzentrale, eine Zahnarztpraxis, ein Friseursalon, das Zimmer des Bundeskanzlers sowie ein Fernsehstudio. Beim Eintritt in die Bunkeranlage frösteln die Besucher nicht nur wegen der durchschnittlichen Innentemperatur von nur 12 Grad: Dort hätten im Ernstfall eines Atomschlages mehrere tausend Menschen für 30 Tage überleben können. Seit März 2008 ist der Regierungsbunker öffentlich zugänglich. Seitdem haben mehr als 750.000 Besucher diesen Originalschauplatz deutscher Geschichte besucht, konnten das Drohszenario der Supermächte spüren und die damit verbundenen Ängste der Menschen. Der Besuch im Bunker ist von Ende März bis Mitte November, mittwochs, samstags und sonntags sowie an Feiertagen von 10:00 bis 18:00 Uhr Uhr möglich. Der letzte Einlass ist um 16:30 Uhr. Weitere Informationen gibt es unter www.regbu.de

Kultur der Römer entdecken
Das Römerbad in Bad Neuenahr-Ahrweiler gehört zu einem ansonsten zerstörten römischen Gutshof. Vor über hundert Jahren wurde es entdeckt und in den 1980er Jahren aufwendig restauriert. Es befindet sich in einem Schutzraum unter der Umgehungsstraße B 267. Die neu gestaltete Ausstellungsfläche gibt Einblick in das antike Badewesen und die Geschichte der Römer im Ahrtal. An allen Sonntagen im Oktober ist das Römerbad von 14 bis 16 Uhr geöffnet, danach geht das Römerbad in die Winterpause. Weitere Informationen sind erhältlich unter www.bad-neuenahr-ahrweiler.de/roemerbad.

Geschichte erwandern auf dem Tiergartentunnel-Wanderweg
Der Tiergartentunnel-Wanderweg ist ein 21 Kilometer langer Rundwanderweg, der in Blankenheim beginnt. Seinen Namen hat er von einem 15 Meter hohen Bergsporn namens „Tiergarten“, der in den Jahren 1468/1469 mit Holzrohrleitungen zum Zwecke der Fernwasserversorgung überwunden wurde. Graf Dietrich III. von Manderscheid-Blankenheim musste bei der Verwirklichung der Wasserleitung auf verschiedenste Techniken, wie etwa Druckrohrleitung oder Aquädukttunnel, zurückgreifen. Für die damalige Zeit war die Fernwasserleitung eine Errungenschaft modernster Technik, die in dieser Weise einmalig in Europa ist. Der Tiergartentunnel-Wanderweg vereint auf 21 Kilometern die verschiedenen Elemente der Wasserversorgung. Die „alte Quelle“, die Trasse der Druckleitung, der Tiergartentunnel und ein Wasserhäuschen ermöglichen einen Einblick in die außergewöhnliche Bauweise der damaligen Zeit. Der Wanderweg  führt durch die wunderschöne Landschaft des nördlichen Ahrtals und bietet vielfältige Einblicke in die Natur und Kultur der Region. Detaillierte Informationen gibt es unter www.tourenplaner-rheinland-pfalz.de.

Stollen besichtigen am Sahrbachweg
Die Geschichte des Bergbaus im Ahrtal kann man im Sahrbachtal, einem kleinen Seitental bei Altenahr entdecken. Dort gibt es ein rund 75 Kilometer langes Wegenetz aus verschiedenen Rundwanderwegen, deren Hauptachse der Sahrbachweg bildet. Der Sahrbachweg ist 8,5 Kilometer lang und bietet eine herrliche Landschaft mit grandiosen Aus- und Fernsichten sowie historische und kulturelle Schätze, die am Wegesrand auf die Zeiten der Kelten, Römer, Bauern, Bergleute und Köhler hinweisen. Direkt am Weg liegen zwei Stollen, die auf eigene Gefahr besichtigt werden können: Der Gretel Stollen und der „Alte Stollen“. Der Gretel Stollen kann auf einer Länge von zehn Metern betreten werden. Der „Alte Stollen“ führt bis zu dreißig Meter in den Berg hinein. In den Gängen lassen sich die beschwerlichen Arbeiten und beklemmenden Gefühle der Bergleute erahnen. Da es keine Beleuchtung gibt, ist eine Taschenlampe zur Erkundung der Stollen notwendig. Informationen gibt es unter www.altenahr.de.

Info: Ahrtal-Tourismus Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V., Hauptstraße 80, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler, Tel.: +49 (0)2641/9171-0, Fax: +49 (0)2641/9171-51, info(at)ahrtaltourismus.de, www.ahrtal.de, www.facebook.com/ahrtal, www.twitter.com/ahrtaltourismus

Kategorie: Ahrtal, Kultur, Wandern, Freizeittipp

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