20.02.2019

Zu Besuch bei einer Glockengießerin in der Eifel

In der Eifeler Glockengießerei in Brockscheid steht reines Handwerk und Frauenpower im Fokus

Die Bewohner der Eifel legen Wert auf Traditionen, es sind bodenständige Menschen und sie lieben ihre ländliche Heimat. Viele Handwerksbetriebe bestehen schon seit Generationen und die Nachkommen sind stolz, das Handwerk der Eltern, Großeltern oder mitunter der Urgroßeltern weiterführen zu können. Die Eifeler Glockengießerei in Brockscheid ist so ein Betrieb. Hier ist alles noch reines Handwerk, denn Glocken werden auch im digitalen Zeitalter per Hand hergestellt.

Bei der Glockengießerei handelt es sich jedoch nicht nur um ein altes und seltenes Handwerk, der Betrieb wird bereits in der fünften Generation geführt und zwar von einer Frau. Cornelia Mark-Maas ist inzwischen die Chefin des Unternehmens. Bei einem Besuch in der Glockengießerei erhalten Besucher einen intensiven Einblick in das alte Handwerk. Nicht nur für Familien mit Kindern ist dies ein tolles Erlebnis.

Bereits im 17. Jahrhundert zogen die Vorfahren von Cornelia Mark-Maas als Kanonen- und Wanderglockengießer von Dorf zu Dorf, um die Glocken und Kanonen vor Ort zu gießen – eine Werkstatt gab es damals noch nicht. 1840 änderte sich dies und die Familie ließ sich in Brockscheid nieder. Seitdem sind die Zeiten für die Eifeler Glockengießerei friedlicher geworden, Kanonen werden heute nicht mehr gegossen.

Trotzdem ist das Angebotsspektrum breit: große Bronzeglocken, kleine Glöckchen aus Messing und Bronze, alle Arten von Bronzekunst, Ofenplatten aus Bronze und Eisen sowie Kunstgussartikel nach Kundenwünschen zählen dazu. Cornelia Mark-Maas ist mit ihren Mitarbeitern aber auch zur Stelle, wenn es um die Wartung von Glockenanlagen oder die Restauration alter Glocken und Glockenstühle geht. Viele Bistümer, Kirchen- und Ortsgemeinden zählen zu den Kunden nicht nur in ganz Deutschland. Glocken aus der Eifel erklingen beispielsweise in Kirchen in Indonesien und Bolivien. 

Die gelernte Metall- und Glockengießermeisterin ist im elterlichen Betrieb groß geworden und Cornelia Mark-Maas kennt das Handwerk von Grund auf. Vom ersten Schritt – dem Erstellen einer Form aus Ziegelsteinen, Lehm und Pferdemist – bis hin zum eigentlichen Gießen, wenn über 1100 Grad Celsius heißes Metall durch gemauerte Kanäle in die Form einfließt, wird alles ausschließlich in Handarbeit erstellt. Jeden dieser Arbeitsschritte können Besucher in der Eifeler Glockengießerei verfolgen. Ein Glockenguss erfolgt zwar nur noch 3 bis 45 Mal im Jahr, doch während der Führungen sind trotzdem viele spannende Arbeiten an anderen Produkten des Betriebes zu sehen. Für Einzelbesucher werden in der Saison vom 01.04. bis 31.10.2019 von montags bis samstags mehrmals täglich Führungen angeboten, Gruppen können eigene Führungen buchen. 

 Weitere Informationen unter www.eifel.info/a-eifeler-glockengiesserei-mark 

Kategorie: Pressedienst, Eifel, Allgemeines 2019

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