13.03.2019

Vulkanische Phänomene in der Eifel

Sprudelnde Dreese – die Mineralquellen der Vulkaneifel

(rpt) Vor rund 10.000 Jahren hat es  in der Eifel das letzte Mal gewaltig gekracht: Lavaströme bahnten sich ihren Weg, Maare bildeten sich und die Landschaft, wie wir sie heute kennen, formte sich. Die gewaltigen Erdbewegungen sind vorbei, doch unter der Oberfläche, in großer Tiefe sprudeln sie, die Mineral- und Kohlensäurequellen. In der Vulkaneifel werden sie „Drees“ genannt. Fast jeder Ort hat seine eigene Quelle. An vielen Stellen kann man frisches Quellwasser abzapfen und sich zum Beispiel während einer Wanderung daran erfrischen.

Schon die Römer rühmten die Wasserqualität und bauten Leitungen bis nach Köln, um auch dort das Eifelwasser genießen zu können. Die Mineralwässer aus der Vulkaneifel sind außerordentlich reichhaltig an wertvollen Mineralien. Das verdanken sie dem vulkanischen Untergrund, den sie auf ihrem langen Weg durchlaufen. Das Kohlendioxid, aus dem in Verbindung mit Wasser Kohlensäure entsteht, ist für die Mineralanreicherung verantwortlich. Es stammt aus dem Erdinneren und ist quasi der „Atem der Vulkane“.

Dabei ist kein Drees wie der andere, jedes Wasser schmeckt anders. Da das Gesundheitsamt regelmäßig die Qualität der Mineralquellen überprüft, kann das Wasser ohne Bedenken gekostet werden. Auf Informationstafeln erfahren die Besucher mehr über die vulkanische Vergangenheit der Umgebung und die jeweiligen mineralischen Zusammensetzungen.

Wanderungen zu Vulkanen, Maaren und Dreesen

Verschiedene Themenwanderwege führen zu Vulkanen, Maaren und Dreesen. Am Eichholzmaar wurden zum Beispiel zwei Erlebnisrundwege von circa zehn Kilometern pro Schleife geschaffen: Die Georundwege Duppach und Steffeln führen vorbei am Steffelner Drees, Aueler Drees und Duppacher Drees sowie zu weiteren Sehenswürdigkeiten. Auch der 28 Kilometer lange Vulkan-Pfad, ein Partnerweg des Eifelsteigs, streift das Eichholzmaar und die genannten Mineralquellen. Der Steffelner Drees fördert beispielsweise CO2-haltiges Wasser, welches einen hohen Eisen- und Mangangehalt aufweist. Dies machen die rötlichen Verfärbungen am Quellbecken sichtbar.

Verschiedene andere Dreese, wie zum Beispiel Demerather Drees, Hotzendrees und Steinborner Drees sowie die Dunaris-Quelle und die Lindenquelle, befinden sich an Wander- und Radwegen. So kann man sich an der Quelle erfrischen und seine Wasserflasche mit einem einzigartigen Mineralwasser befüllen.

Brubbelnder „Wallender Born“

Völlig unspektakulär wirkt er zunächst, der Brunnen mitten in Wallenborn. Doch dann schießt plötzlich eine Fontäne 9 das letzte Mal kalten Wassers in den Himmel. Sie sprudelt sechs Minuten lang in die Höhe. So blitzartig wie alles begonnen hat, ist das Schauspiel wieder vorbei. Alle 35 Minuten wiederholt sich die Szenerie. Grund ist ein Druck, der sich in einer unterirdischen Kammer aufbaut. Wenn der Druck die darüber stehende Wassersäule übersteigt, schießt das Wasser gewaltig in die Höhe. „Brubbel“ nennen die Einheimischen den „Wallender Born“, wie er offiziell heißt. Daran schließt sich ein 3,5 Kilometer langer „Brubbelpfad“ an.

Info: Eifel Tourismus GmbH, Kalvarienbergstraße 1, 54595 Prüm, Tel.: +49 (0)6551/9656-0, Fax: +49 (0)6551/9656-96, info(at)eifel.info, www.eifel.info, www.facebook.com/eifelfanpage, www.twitter.com/EifelTourismus

Kategorie: Eifel, Wandern, Natur, Freizeittipp

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