24.04.2019

Die Geburtsstunde des Genossenschaftswesens

Raiffeisen verbreitete seine Idee vom Westerwald aus in die Welt

(rpt) „Was einer nicht schafft, das schaffen viele!“ – so lautete das Motto von Friedrich Wilhelm Raiffeisen, dem großen Genossenschaftsgründer aus dem Westerwald. Er wurde vor 200 Jahren in Hamm (Sieg) geboren, hat seine Heimat nie verlassen, seine Idee jedoch machte weltweit Karriere. Friedrich Wilhelm Raiffeisen hat mit seinem Wirken das Leben und Wirtschaften der Menschen spürbar verbessert. Das Deutschen Raiffeisenmuseum in Hamm (Sieg) erinnert an das Leben und Wirken Raiffeisens. Seit Oktober 2018 ist das Museum nach Umbau und Sanierung wieder für Besucher geöffnet. Das Konzept des Museums verbindet nun historische Ausstellungsstücke mit multimedialen Elementen.

Mehrere Gedenkstätten im Westerwald

Im Mittelpunkt stehen dabei auch heute noch die zwei Prinzipien, die Raiffeisen seinerzeit angetrieben haben: Solidarität und Hilfe zur Selbsthilfe. Der Erfolg gibt ihm bis heute recht: Über eine Milliarde Menschen sind heute in Genossenschaften organisiert. Als im Jahr 1846 durch einen Wintereinbruch im Sommer die Ernte gering war und die Lebensmittelpreise explodierten, gründete Raiffeisen den „Weyerbuscher Brodverein“. Anfangs um Lebensmittel zu verteilen, dann für den gemeinsamen Bezug von Saatgut und Kartoffeln. Das bald darauf errichtete Gemeindebackhaus ist eine erste genossenschaftsähnliche Einrichtung.

Er wirkte lange Jahre als Bürgermeister in Flammersfeld und Heddesdorf (heute Neuwied). Neben dem Raiffeisenmuseum in Hamm (Sieg) geben auch die Begegnungsstätte in Weyerbusch und das Raiffeisenhaus in Flammersfeld einen Einblick in die Geschichte. Letzteres befindet sich im Bürgermeisterhaus, in dem Raiffeisen sechs Jahre lang wirkte. Die Ausstellung dort zeigt Raiffeisens Lebenswerk für das Genossenschaftswesen.

Tag der offenen Tür und des offenen Denkmals

Das Museum in Hamm kann nach Terminvereinbarung bei der Touristinformation Hamm besichtigt werden (Tel. 02682 969789 oder raiffeisen(at)hamm-sieg.de), der Eintritt kostet drei Euro. Am 19. Mai 2019 (Sonntag), 11 bis 16 Uhr, lädt das Raiffeisenmuseum in Hamm zum Tag der offenen Tür ein, der Eintritt ist frei. Das Raiffeisenhaus in Flammersfeld hat von März bis November in der Regel immer am ersten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet drei Euro. Am Tag des offenen Denkmals, 8. September 2019 (Sonntag), ist von 11 bis 16 Uhr geöffnet, der Eintritt ist an diesem Tag frei. Andere Besichtigungstermine sind nach Absprache mit der dortigen Touristinformation möglich (Tel. 02685 809 193 oder 02685 809 192, E-Mail raiffeisen(at)vg-flammersfeld.de )

Kategorie: Pressedienst, Westerwald, Kultur, Freizeittipp

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