15.08.2019

Marmor aus dem Lahntal ist bis nach New York bekannt

Museum in Villmar veranschaulicht die Geschichte des Marmors

Der Ort Villmar an der Lahn und seine Umgebung sind das Zentrum des Lahn-Marmors. Dieser Marmor ist wegen seiner reichen Farbigkeit und Polierfähigkeit ein hochgeschätzter Kalkstein und wurde weltweit beim Bau bekannter Gebäude eingesetzt. Das Museum in Villmar erzählt von dessen Entstehung und veranschaulicht die Geschichte des Abbaus und der Verarbeitung bis hin zur Verbreitung in die Welt. Die Besucher erfahren alles Wissenswerte über den Bodenschatz des Lahntals, der zu Zeiten des Abbaus das Leben ganzer Generationen sicherte und prägte.

Vielfache Verwendung bei bekannten Bauten

Das Gestein fand vielfache Verwendung an "prominenter" Stelle: So finden Besucher ihn beispielsweise in den berühmten Epitaphien des Mainzer Doms oder auch beim einzigen Apostelgrab nördlich der Alpen in der Abtei St. Matthias in Trier, zu der Villmar gehörte. Ebenfalls verbaut worden ist er im barocken Marmorbad des Weilburger Schlosses, an den Altären der Mannheimer Jesuitenkirche, in der Klosterkirche Amorbach sowie im Berliner und Würzburger Dom. Der Lahn-Mamor ist jedoch keineswegs nur regional bekannt –  in der Eremitage in St. Petersburg und im Kreml sowie im Palast des Maharadjas von Tagore in Indien wurde er verwendet. Sogar im wohl bekanntesten Gebäude der Welt: dem Empire-State-Building in New York.

Entstehung des schönen Lahn-Marmors

Entstanden ist der Lahn-Marmor vor rund 380 Millionen Jahren im Zeitalter des Devons. Weite Teile Deutschlands waren zu dieser Zeit von einem Meer bedeckt. Durch Vulkantätigkeit im devonischen Meer wurden Schalsteinsattel ausgebildet, die bis knapp unter die Wasseroberfläche reichten. Darauf entstanden Riffe, die sich hauptsächlich durch Stromatoporen aufbauten, eine zwischen Schwämmen und Korallen angesiedelte, mittlerweile ausgestorbene Art von Meereslebewesen. Aber auch Korallen, Muscheln und Schnecken beteiligten sich am Aufbau der Riffe. Im Laufe der Erdgeschichte wurden die entstandenen Riffe durch Druck bei der Gebirgsbildung mit Überdeckungen von bis zu 1000 Metern verfestigt. So entstand der schöne Lahn-Marmor.

Weitere Informationen gibt es unter www.lahn-marmor-museum.de sowie www.gastlandschaften.de/lahntal

Kategorie: Rheinland-Pfalz allgemein, Lahntal

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