28.08.2019

Zauberpflanze in mittelalterlichem Ambiente

Alraunen wachsen im Kräutergarten der Marksburg

(rpt) Die einzige nie zerstörte Höhenburg am Mittelrhein, die Marksburg, ist ein Symbol der Rheinromantik und ein Lernort der besonderen Art. Neben der bewegten Geschichte der Burg wird während der Führungen auch der mittelalterliche Kräutergarten thematisiert.

Die Baugeschichte der Marksburg reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Wo einst der ursprüngliche Kräutergarten lag, ist nicht bekannt. So wurde 1967 in der rund um die Burg führenden Zwingeranlage ein botanischer Garten mit mittelalterlichen Nutz- und Zierpflanzen angelegt. Dort wachsen rund 150 verschiedene Pflanzenarten, von denen bekannt ist, dass sie im Mittelalter angebaut und genutzt wurden. 90 Meter über dem Rhein findet man neben Arznei- und Küchenkräutern wie Baldrian, Eisenkraut und Artischocke auch Pflanzen wie die Schwarze Malve oder Rapunzel, deren Namen man vielleicht nur aus alten Arznei- oder Rezeptbüchern kennt. Auch einige in unseren Breiten seltene Bäume gedeihen dort, darunter Maulbeere, Mispel und Pfirsich.

Die Zauberpflanze auf der Marksburg entdecken

Eine klassische Zauberpflanze des Altertums und Mittelalters ist die Alraune. Ihre Wurzel war heißbegehrt und galt als wahres Wundermittel, weil ihre Form der Gestalt von Menschen ähnelt. Die Geschichte der Alraune als Heil- und Zauberpflanze reicht weit zurück. Sie wurde etwa 2000 v. Chr. als Heilmittel gegen Zahnschmerzen in Keilschrifttafeln erwähnt. Heutzutage findet sie in der Heilpflanzenkunde keine Anwendung mehr, da sie stark giftig ist und zu gefährlichen Rauschzuständen führen kann. In der Homöopathie wird sie hingegen gerne verwendet, weil sie in hochverdünnter Form ungefährlich ist. Da sie schlaffördernd und schmerzstillend wirkt, wird sie bei Asthma, Gelenkentzündungen, Kopfschmerzen und Schlangenbissen verwendet.

Die Alraune ist heimisch im Mittelmeerraum und eher frostempfindlich. Die dicke Wurzel der mehrjährigen Pflanze kann bis zu 60 cm lang werden. Die glockenförmigen, violetten Blüten erscheinen im Frühjahr. Aus ihnen entwickeln sich goldene Beeren, die auf der Marksburg Jahr für Jahr zu finden sind.

Info: Marksburg, 56338 Braubach, Tel.: +49 (0)2627/536, marksburg@deutsche-burgen.org, www.marksburg.de

Kategorie: Pressedienst, Romantischer Rhein , Kulinarik, Kultur

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