08.10.2019

Bunkererlebnisse in Rheinland-Pfalz

Geheimste Geschichte zum Anfassen

(rpt) Tief in den Felsen unter den Weinbergen an der Ahr und der Mosel befanden sich einst die bestgehüteten Geheimnisse der Regierung der Bundesrepublik Deutschland. Für den Fall eines Atomschlages während des Kalten Krieges sah man sie dort – in erreichbarer Nähe zur damaligen Bundeshauptstadt Bonn – so gut wie möglich geschützt.

Der Regierungsbunker in Bad Neuenahr-Ahrweiler

Ab 1962 wurde das geheimste Bauwerk in der Geschichte der Bundesrepublik in 25 Kilometer Entfernung von Bonn in die Weinberge oberhalb von Ahrweiler hinein gebaut – der Regierungsbunker. Fast zehn Jahre später war die Bunkeranlage auf 17,3 Kilometer Länge gewachsen und umfasste 936 Schlaf- sowie 897 Büroräume. Hinter atombombensicheren Toren lagen beispielsweise die Kommunikations-Schaltzentrale, eine Zahnarztpraxis, ein Friseursalon, das Zimmer des Bundeskanzlers sowie ein Fernsehstudio.

Seit 2008 können Besucher im Regierungsbunker auf eine Entdeckungsreise in die Zeit des Kalten Krieges und des Ost-West-Konfliktes gehen. Beim Eintritt in die Bunkeranlage lässt die Besucher nicht nur die Durchschnittstemperatur von nur 12 Grad Celsius frösteln, sondern auch die Vorstellung, dass hier im Ernstfall eines Atomschlages mehrere tausend Menschen für 30 Tage hätten überleben können.
Infos unter https://www.gastlandschaften.de/top-ausflugsziele/infrastruktur/Dokumentationsstaette-Regierungsbunker_Bad-Neuen/deskline-details.html

Die Dokumentationsstätte Bundesbank-Bunker in Cochem

Zwei Tarnhäuser, ein unterirdischer Geldspeicher, eine Währung, die niemand kennt: All das klingt nach einem Agenten-Thriller und war doch in dem ehemaligen Bunker der Bundesbank in Cochem Realität. Für den Fall eines atomaren Anschlags oder einer Hyperinflation im Kalten Krieg hielt die Deutsche Bundesbank eine geheime Währung der D-Mark in einer atombombensicheren, unterirdischen Festung in Cochem bereit. Versteckt in den Moselhängen vis-à-vis der bekannten Reichsburg war dies über Jahrzehnte eines der bestgehüteten Geheimnisse der alten Bundesrepublik.

Von 1964 bis 1988 lagerten im Bundesbank-Bunker circa 15 Milliarden DM der Ersatzwährung BBK II, die im Falle einer Krisensituation innerhalb von 14 Tagen die Deutsche Mark ersetzt hätte. Bei einer einstündigen Führung durch das unterirdische Milliardenreich gehen Besucher auf Zeitreise in eine skurrile Vergangenheit. Der Bundesbank Bunker ist ganzjährig für Gruppen geöffnet. Für Einzelbesucher werden in der Hauptsaison bis zu sechs Führungen täglich angeboten. In der Nebensaison, von 4. November bis Ende März, gelten reduzierte Öffnungszeiten. Infos unter https://www.gastlandschaften.de/infrastruktur/infrastruktur/Bundesbank-Bunker-Cochem_Cochem/deskline-details.html

Weitere Informationen online unter www.gastlandschaften.de/ahrtal sowie unter www.gastlandschaften.de/mosel-saar 

Kategorie: Familie, Kultur, Ahrtal, Mosel-Saar, Pressedienst, Freizeittipp

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