22.04.2020

Botschaft mit Brisanz

Bad Ems und die Emser Depesche

(rpt) Am 13. Juli 1870 schrieb Bad Ems an der Lahn unfreiwillig Geschichte. Da trafen auf der Kurpromenade König Wilhelm von Preußen und der französische Botschafter Vincent Benedetti aufeinander.  Benedetti wollte dem Monarchen die Zusage abringen, dass die Hohenzollern ein für alle Mal auf eine Kandidatur für den frei gewordenen spanischen Thron verzichten würden.

Doch der deutsche König lehnte ab und berichtete seinem Kanzler Otto von Bismarck erzürnt über das Auftreten des Franzosen. Diese Nachricht sollte später als Emser Depesche in die Geschichte eingehen.

Ihre Brisanz erhielt sie freilich dadurch, was Bismarck daraus machte. Der nahm die diplomatische Note und formulierte sie in eine Mitteilung an die Presse um. Erst in dieser verkürzten und verschärften Form entfaltete sie ihre Wirkung und wurde zu einem der Faktoren, die 1870 den Deutsch-Französischen Krieg auslösten.

Bismarcks kalkulierte Verschärfung

Sechs Tage später, am 19. Juli 1870, war es soweit: Die Ereignisse in Bad Ems waren der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte und der Höhepunkt  einer langen Reihe diplomatischer Verwicklungen. Frankreich erklärte Deutschland den Krieg.

Ein Stein im Blumenbeet der Kurpromenade von Bad Ems erinnert heute an dieses Kapitel europäischer Geschichte und an die denkwürdige Begegnung zwischen Botschafter und Monarch am 13. Juli 1870 gegen 9.10 Uhr. So ist Bad Ems an der Lahn heute nicht nur als Kurort mit dem berühmten Emser Kränchen Tafelwasser, der Bad Emser Therme und den weit verbreiteten Emser Salzpastillen bekannt, sondern auch ein Begriff für alle, die sich für deutsch-französische Geschichte interessieren.

Weitere Informationen unter www.gastlandschaften.de/lahn sowie www.badems-nassau.info 



Kategorie: Allgemeines 2020, Lahntal, Kultur

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