24.06.2020

Rom an der Mosel

Porta Nigra in Trier ist das am besten erhaltene römische Stadttor in Deutschland

(rpt) Die Römer waren an vielen Orten in Deutschland. Doch nur ganz selten gibt es Original-Bauwerke aus dieser Zeit. Die Porta Nigra in Trier ist eine dieser kostbaren Ausnahmen, ein römisches Stadttor aus der Antike, das beinahe zwei Jahrtausende überlebt hat. Dass es erhalten blieb, ist einem historischen Zufall zu verdanken: Ein Einsiedlermönch mit dem Namen Simeon wohnte in dem Bauwerk und wurde dort 1035 auch bestattet. Als er heiliggesprochen wurde, ließ der Trierer Bischof Poppo die Porta Nigra zu einer Kirche umbauen. So blieb ihr das Schicksal der anderen drei römischen Stadttore erspart, die als Steinbruch endeten.

Das Alter ist jetzt genau erforscht

Erst seit wenigen Jahren weiß man übrigens genau, wie alt die Porta Nigra in Trier wirklich ist: Exakt 170 nach Christus wurde sie errichtet, mit den bei Grabungen entdeckten Resten der Holzverschalung konnten Archäologen das Baudatum genau bestimmen. Dass man heute nichts mehr von der Kirche sieht, die die Porta Nigra umgab, liegt an Napoleon Bonaparte: Als der 1804 nach Trier kam, ordnete er an, den antiken Baukörper wieder freizulegen.
Seither ist die Porta Nigra das Wahrzeichen der Stadt an der Mosel und das am besten erhaltene römische Stadttor in Deutschland obendrein. Seinen Namen „Porta Nigra“ (Schwarzes Tor) trägt es übrigens erst seit dem Mittelalter, vermutlich weil der einst helle Sandstein aus dem Kylltal sich im Laufe der Zeit durch Umwelt- und Witterungseinflüsse dunkel verfärbt hatte.

Wahrzeichen und UNESCO-Welterbe

Seit 1986 ist die Porta Nigra Teil des UNESCO-Welterbes in Trier. Ein Monument aus einer Zeit, als Augusta Treverorum, wie Trier in römischer Zeit hieß, zu einer Kapitale des römischen Reichs aufstieg. Mehrere Kaiser, unter anderem Konstatin der Große, regierten von hier aus ihr Imperium, im 3. und 4. Jahrhundert n. Chr. war Trier eine römische Welthauptstadt.
Tägliche Stadtrundgänge führen Gäste heute auf die Spuren der römischen Geschichte in Trier, Treffpunkt ist die Touristinformation an der Porta Nigra (Telefon 0651-978080). Auch eine besondere Erlebnisführung mit dem Zenturio, einem Befehlshaber des Römischen Reiches, wird generell angebieten, kann aber aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen zunächst bis 15. Juli noch nicht stattfinden.  

Weitere Informationen unter www.gastlandschaften.de/mosel 



Kategorie: Mosel-Saar, Allgemeines 2020, Kultur

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